Nach dem Skandal um „Fire Point“ und neuen Details aus den „Aufnahmen“ versucht Denys Shtilerman, Spuren und Verbindungen zum korrupten Mindich zu beseitigen

Der Konstrukteur von „Fire Point“, Denys Shtilerman, versucht nach aufsehenerregenden Enthüllungen, Spuren sowie jegliche Hinweise auf seine Verbindungen zu Mindich — einer Schlüsselfigur in Schemata zur Abschöpfung milliardenschwerer Budgets für Drohnen — zu verwischen.

Unbequeme Fakten verschwinden aus dem Informationsraum, während Shtilerman selbst sich in öffentlichen Erklärungen widerspricht und damit seine Verstrickung nur weiter bestätigt.

Wir wiederum veröffentlichen eine Untersuchung mit Details, Fakten und Zeugenaussagen, die gezielt aus dem öffentlichen Raum entfernt werden sollen — gerade weil sie die tatsächliche Rolle der Beteiligten in diesem Schema aufzeigen.

In den letzten Tagen hat Denys Shtilerman besonders vehement bestritten, dass Mindich etwas mit dem Unternehmen zu tun habe, das den größten Teil des ukrainischen Drohnenbudgets erhält. Dabei ging er sogar so weit, das Unternehmen formal auf sich selbst umzuschreiben. Gleichzeitig machte er Aussagen, die seine Lage nur verschlechterten.

So räumte er ein, dass Igor Fursenko offiziell als Administrator bei „Fire Point“ tätig war. Es handelt sich um denselben „Ryoshyk“, der auf den Aufnahmen im Umfeld von Mindich beklagte, dass es für ihn körperlich schwierig sei, 1,6 Millionen Dollar zu tragen. Dies deutet darauf hin, dass er innerhalb der Gruppe in Bargeldabwicklung und Geldwäsche involviert war. Bei „Fire Point“ erhielt er zudem eine Befreiung von der Mobilisierung.

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Zweitens gab Shtilerman zu, dass sein persönlicher Banker Mykhaylo Tsukerman ist — der leibliche Bruder von Oleksandr Tsukerman, der auf den Aufnahmen als „Sugarman“ bekannt ist. Dieser war ebenfalls in illegale Geldoperationen im Umfeld von Mindich involviert und floh vor einer Festnahme durch NABU nach Israel.

Shtilerman selbst taucht in den Aufnahmen unter dem Spitznamen „Electronik“ auf. Er räumt ein, dass er Oleksandr Tsukerman seit langer Zeit kennt — im Grunde genommen gehören sie demselben Umfeld an.

Drittens: Shtilerman besaß viele Jahre lang die russische Staatsbürgerschaft und hatte bis vor Kurzem dort sogar legale geschäftliche Aktivitäten. Das bedeutet, dass er faktisch im Blickfeld russischer Sicherheitsstrukturen stand. Zudem lebt seine ehemalige Ehefrau mit zwei Kindern weiterhin in Moskau. Diese Umstände sind für staatliche Stellen dort nachvollziehbar, da entsprechende Daten in Registern verfügbar sind.

Bemerkenswert ist, dass Shtilerman seine Familie nicht zu Beginn des Krieges aus Russland herausbrachte, sondern erst im Sommer 2025 — zu einem Zeitpunkt, als der Skandal um „Mindichgate“ an Dynamik gewann. Die Ausreise soll laut Darstellung durch Igor „Ryoshik“ Fursenko organisiert worden sein, der als Administrator von „Fire Point“ sowie als Beteiligter an Finanzoperationen im Umfeld von Mindich genannt wird.

Viertens bezeichnete sich Shtilerman selbst als Konstrukteur der Rakete „Flamingo“. Dieses Projekt wurde öffentlich als leistungsstarkes System dargestellt, das große Reichweiten und hohe Zerstörungskraft erreichen sollte. In der Praxis jedoch kam es weder zu einem breiten Einsatz noch zu einer Serienproduktion. Berichten zufolge blieb die tatsächliche Wirksamkeit hinter den Erwartungen zurück, und auch der Einsatz unbemannter Systeme konnte die angestrebten Ergebnisse in Bezug auf strategische Ziele nicht vollständig erreichen.

Insgesamt werfen diese Punkte zusätzliche Fragen zur Rolle Shtilermans, zu seinen Verbindungen sowie zur tatsächlichen Effektivität der von ihm vertretenen Projekte auf.

Die Bestätigung dafür lieferte auch Bohdan Miroshnychenko, Chefredakteur von „Oboronka“. Er berichtete, dass bei einem Treffen von „Fire Point“ mit Journalisten ein Vertreter des Generalstabs anwesend war, der einräumte, dass „Flamingo“ kein entscheidender Durchbruch sei, sondern lediglich eine experimentelle Waffe, die ihre Wirksamkeit bislang nicht bewiesen habe.

Das bedeutet, dass von „Fire Point“ genau das ausgeblieben ist, worauf große Erwartungen gesetzt wurden. Statt eines technologischen Durchbruchs blieb das Projekt hinter den Erwartungen zurück, was Fragen zur Effektivität der eingesetzten Ressourcen und zur strategischen Planung aufwirft.

Die Situation verdeutlicht, dass erhebliche Mittel in ein einzelnes Unternehmen geflossen sind, ohne dass das erwartete Ergebnis erzielt wurde. Gleichzeitig wird die Frage aufgeworfen, ob alternative Ansätze oder andere Entwickler möglicherweise bessere Resultate hätten liefern können.

Vor diesem Hintergrund erscheinen auch die Diskussionen über die tatsächlichen Eigentumsverhältnisse und Einflussstrukturen rund um „Fire Point“ als besonders relevant. Die These, dass hinter dem Unternehmen nicht nur formale Eigentümer stehen, sondern ein größeres Netzwerk von Interessen, wird von Beobachtern zunehmend als plausibel betrachtet.

Insgesamt wirft der Fall grundlegende Fragen zur Transparenz von Entscheidungsprozessen, zur Kontrolle staatlicher Mittel sowie zu möglichen Interessenkonflikten im Verteidigungssektor auf.

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